Freitag, 20. Juli 2012

Hallo Schaumburger Zeitung, die 90er wollen Ihre Optik zurück...

Durch einen Bericht über eine Aktion von Schülern gegen Nazis (unglaublich wie die Polizei sich da verhält, aber das ist ein anderes Thema) bin ich auf die Seite der Schaumburger Zeitung gekommen. Und wie es halt so meine Art ist, wollte ich mir direkt auch mal deren Aboangebote, Leserservice etc. anschauen. Hätte ich es mal nicht gemacht.

Das insbesondere lokale Tageszeitungen nicht die Helden der Usability und Optik bei Onlinebestellungen sind, ist nichts Neues. Aber das hier war mal wieder ein neuer Tiefschlag. Also ehrlich: Mit so einem Aussehen, mit so einer Menüführung und, ach, einfach so einem Gesamteindruck, da muss ich mich doch nicht wundern, wenn mein Image den Bach runter geht und die Bestellungen ausbleiben.

So sahen Webseiten aus, als das Internet für alle online ging, oder zumindestens kurz danach...

Donnerstag, 19. Juli 2012

Hyperlokaler Journalismus: Axel Springer Akademie startet zoom-berlin.com

(PR) Die Axel Springer Akademie, Deutschlands modernste Journalistenschule, hat ein Online-Experiment rund um hyperlokalen Journalismus gestartet. Auf http://www.zoom-berlin.com/ rücken zwanzig Journalistenschüler zum ersten Mal eine einzige Straße in den Mittelpunkt eines journalistischen Angebots: die Berliner Oranienstraße. Unter dem Motto „Die Stadt. Eine Straße. Dein Leben.“ berichten sie über die Menschen, die dort seit langer Zeit oder auch erst kurz leben, beleuchten die geschichtsträchtige Vergangenheit der Straße im Berliner Stadtteil Kreuzberg, setzen sich mit aktuellen Problemen auseinander und laden über Facebook, Twitter und ein eigenes Blog ihre User ein, zusammen mit der Redaktion Visionen für die Zukunft der Straße zu entwickeln.

Dabei  nutzt das Team alle Möglichkeiten, die crossmedialer Journalismus heute bietet, und entwickelt neue kreative Ansätze für digitales Storytelling. Bewohner und Touristen können zudem durch eine Augmented-Reality-App mit ihren Smartphones vor Ort weiterführende Aspekte der Straße entdecken. Auf der Seite gibt es zahlreiche Reportagen, exklusive Hintergrundberichte und Interviews. Dazu interaktive Grafiken, Audio-Slideshows und insgesamt 65 Videos. Als Höhepunkt haben die Journalistenschüler eine virtuelle Schnitzeljagd gestaltet, die über QR-Codes funktioniert.

„Nichts interessiert die Menschen mehr als das, was direkt vor ihrer Tür passiert. Deshalb lernen unsere Studenten schon in der Ausbildung, welches Potenzial hyperlokale Berichterstattung hat“, sagt Marc Thomas Spahl, Direktor der Axel Springer Akademie. „Bei dem Projekt war ihnen wichtig, nicht nur über, sondern mitten aus der Straße zu berichten. Näher dran und authentischer kann Lokaljournalismus kaum sein.“ Das Konzept von http://www.zoom-berlin.com/ ist so angelegt, dass es sich auf weitere Straßen ausweiten ließe.

Die Axel Springer Akademie verbindet die Vorteile einer traditionsreichen Journalistenschule mit denen eines klassischen Volontariats. Während der zweijährigen, strikt praxisorientierten Ausbildung lernen junge Journalisten das Handwerk von Grund auf. Schwerpunkte bilden dabei crossmediales Arbeiten und investigatives Recherche-Training. Für ihre innovativen Projekte wurde die Akademie, die auch ein Think Tank des Verlags ist, vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grimme Online Award und dem CeBIT-Appstar.

Die Meinung des Werbesammlers: Hier kann man an der Zukunft des Lokaljournalismus riechen. Entscheidend wird sein vernünftige Vermarktungsmöglichkeiten zu finden. Als Idee: Warum nicht einmal pro Woche oder alle zwei Wochen die besten Inhalte als kostenloses Printprodukt in Vollverteilung? DAS ist nämlich die echte Gefahr für Tageszeitungen, und nicht das böse, böse Internet...

Mittwoch, 16. Mai 2012

Berlin braucht nicht mal einen Flughafen um rauszufliegen...

Diese Werbung der Berliner Morgenpost habe ich gefunden über die Agenturszene am Bodensee. Sicherlich nicht ganz ungewagt, aber hochaktuell und ein echter Hingucker.

Montag, 14. Mai 2012

Rundshow vorbei

Ich fand es schlecht. Technik um der Technik willen, Storytelling nicht gut. Keine sinnvolle Onlineeinbindung. Inhalt ist untergegangen. Hoffentlich wird es besser, da ist Luft nach oben. Bin gespannt was die aus der ersten Sendung lernen.

Rundshow - 23:32

Ich versteh die Sendung nicht...

Rundshow - 23:16

23:16 Google HangOuts im Fernsehen sind befremdlich. Es hat aber so ein bißchen was von der Bundesliga-Konferenz auf WDR2 wenn man sich am Rand der Funkfrequenz befindet.
Mir fehlen Inhalte. Ich kann der Spanienstory nicht folgen. Wozu diese Hangouts? Warum brauche ich das was da läuft live via Internet? Könnte ich verstehen, wenn die gerade irgendwo sind, wo etwas passiert. Aber so hätte ich lieber vorgefertigte gute Bilder die nicht vom Inhalt ablenken anstatt live. Bisher ist es Internet um des Internets Willen.

Rundshow-Experiment startet gleich

Um 23:00 startet im Bayrischen Rundfunk das Projekt, dass das Fernsehen revolutionieren will. Oder zumindest ein bißchen aufmischen. Der bekannte Blogger und bekennender Apple-Jünger Richard Gutjahr hat das ganze zusammen mit einem Team auf die Beine gestellt. Ziel: Nicht mehr und nicht weniger als den Medienbruch zwischen Fernsehen und Internet überwinden. Wie gut das bei den Öffentlich-Rechtlichen funktioniert hat der gestrige Tatort gezeigt. Wünschen wir der Rundschau mehr Glück. Übrigens: Via App (Android und AppStore) kann man live abstimmen, Kommentare abgeben etc pp. Einfach nach was suchen? Genau: Nach der Macht! Alleine dieser Name stimmt mich positiv, so heißt nämlich auch bei mir die Fernbedienung...


Mehr Infos unter: http://www.rundshow.de/ und diversen Social Networks.

Hier ein paar Video-Eindrücke:





Klassik in der Metro - Wenn Symphoniker den ÖPNV benutzen



Ein Flashmob aus dem April 2012 bei dem die Kopenhagener Symphoniker in Zusammenarbeit mit Radio Klassisk in der Metro plötzlich anfangen zu spielen. Ich finde es zum einem nur wunderschön zum hören und zum anderem endlich mal einen Flashmob der in sich stimmig ist... Und bei über 2 Millionen Klicks auf Youtube darf man es wohl getrost als ein erfolgreiches Viral bezeichnen...

Mehr Infos unter:  http://copenhagenphil.dk/ oder http://www.facebook.com/SjaellandsSymfoniorkester.CopenhagenPhil

Mittwoch, 25. April 2012

Ein Kreuz hier, ein Kreuz - Die NRW-Wahl

Anlässlich der im Mai bevorstehenden Landtagswahl in NRW sind die Medienhäuser mal wieder um Lesergunst bemüht. Kein Wunder: Wer sich für Politik interessiert ist ein potenzieller Zeitungsleser, oder umgekehrt. Zudem: Wo wenn nicht bei Wahlen ist dass im Direktmarketing immer noch so beliebte Umfrage-Mailing gegenüber dem Kunden noch glaubhaft?

Hier eine Auswahl:

Die ZEIT bietet in Ihrem aktuellem E-Mailing 5x die ZEIT für 12,50 + ZEIT-Archiv auf DVD. Nett gemacht. Auffallend die je nach Interpretation bestehender Urteile unzulässige Verwendung von Hoheitssymbolen (NRW-Wappen). Dafür sind andere schon abgemahnt worden. Besonders interessant: Die ZEIT scheint Ihrem eigenem Datemabgleich nicht zu trauen. Wie ließe es sich ansonsten erklären, dass man direkt vorbeugt und einem Abonnenten eine Ausgabe ZEIT WISSEN kostenlos offeriert?






Die Rheinische Post bietet aktuell über mehre Kanäle ein Angebot inkl des erwähnten Umfragemailings an. Heir hat der Kunde die Wahl zwischen 2 Wochen kostenlos testen und einer 6 Wochen-Variante mit Geschenk. Selbstverständlich kann das Ganze auch online ausgefüllt und bestellt werden: http://www.rp-online.de/umfrage-landtagswahl/.
Eine interessante Aktion hat in dem Zusammenhang die Onlineredaktion der RP gestartet: Die RP-Wahlwette. Was sich nach verwerflichem Glückspiel bei einem ernstem Thema anhört birgt aber eine ziemlich gute Idee - dazu die Macher: " Die NRW-Wahlwette von RP ONLINE und Rheinischer Post basiert auf dem Prinzip der "kollektiven Intelligenz". Man kennt dieses Phänomen zum Beispiel aus der TV-Sendung "Wer wird Millionär?": Wenn das Studiopublikum gefragt ist, weiß es in nahezu allen Fällen zuverlässig die richtige Antwort. Wissenschaftler nennen diesen Effekt auch "Schwarmintelligenz". Bei der NRW-Wahlwette ordnen die Teilnehmer den Parteien, die sich am 13. Mai zur Wahl stellen, Prozentwerte zu. Sie können schätzen, welches Wahlergebnis CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke, Piraten und Andere erzielen werden. Aus allen Tipps errechnet sich ein Mittelwert, der nicht nur die durchschnittliche Erwartung unserer Leser zum Wahlausgang am 13. Mai anzeigt, sondern aller Erfahrung nach auch eine aussagekräftige Wahlprognose bietet." Bisher (Stand 25.4.12 16:11) haben fast 4.500 Menschen teilgenommen und das trotz nötiger E-Mail-Bestätigung, oft sonst noch einmal eine Hürde.

Von NRZ, WAZ, WZ, Express und Co ist mir bisher nichts untergekommen, aber das kommt noch...